Entlastungsbetrag: Die wichtigsten Fakten

Entlastungsbetrag: Die wichtigsten Fakten

Was ist der Entlastungsbetrag?

Es handelt sich hierbei um Betreuungs- und Entlastungsleistungen, die Pflegebedürftige oder pflegenden Angehörige dabei unterstützen, die Betreuung im Alltag und die hauswirtschaftliche Versorgung sicherzustellen oder den Pflegealltag zu organisieren.

Wer hat Anspruch?

Jede pflegebedürftige Person mit einem anerkannten Pflegegrad von 1 bis 5, die im häuslichen Umfeld gepflegt werden.

Wie hoch ist der Entlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag beträgt monatlich 125€, unabhängig vom Pflegegrad. Es handelt sich um ein Kostenerstattungsprinzip, d.h. erbrachte Leistungen werden zunächst von dem pflegebedürftigen oder den Angehörigen bezahlt und im Anschluss daran von der Pflegeversicherung erstattet.

Wer ist befugt, Leistungen im Rahmen des Entlastungsbetrags zu erbringen?

Pflege-oder Betreuungspersonen, die eine Zulassung als „nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des §45a SGB XI“ haben, sind berechtigt Entlastungsleistungen zu erbringen. Betreuungspartner von Betreuung persönlich besitzen aufgrund einer fachlichen Schulung diese Zulassung.

Welche Leistungen können durch den Entlastungsbetrag erstattet werden?

Leistungen im Pflegegrad 1: Niedrigschwellige Entlastungsleistungen zur Betreuung im Alltag und für die hauswirtschaftlichen Versorgung. Auch körperbezogene Pflegeleistungen können über den Entlastungsbetrag erstattet werden. Leistungen Pflegegrade 2-5: Niedrigschwellige Entlastungsleistungen zur Betreuung im Alltag und für die hauswirtschaftlichen Versorgung. Körperbezogene Pflegeleistungen sind ausgeschlossen.

Wie beantrage und erhalte ich den Entlastungsbetrag für meinen Angehörigen?

Der Entlastungsbetrag wird nicht direkt an die pflegebedürftige Person oder den Angehörige ausgezahlt. Sie reichen einen Antrag sowie die Rechnungen bei der zuständigen Pflegekasse ein. Die Kosten der erbrachten Leistungen werden in Form einer Rechnung/Quittung/Beleg bei der Pflegekasse eingereicht und rückwirkend erstattet. Es gibt auch die Möglichkeit, die Leistungen über Betreuung persönlich abzurechnen. Betreuung persönlich reicht die Rechnung direkt bei der Pflegekasse ein – so sparen Sie sich erheblichen Verwaltungsaufwand.

Tipp:

Bis zu 40% der Pflegesachleistungen kann auf den Entlastungsbetrag „umgewidmet“ werden. Hierzu muss ein Antrag bei der Pflegeversicherung gestellt werden.

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